THE PLAYGROUND PROJECT

Outdoor


Datum 31.05.2018-28.10.2018 Termin merken
Location
Bundeskunsthalle
Freidrich-Ebert-Allee 4
53113 Bonn
Di/Mi 10-21, Do-So 10-19 Uhr
Ausstellung
URL http://www.bundeskunsthalle.de

Spielen ist eine Tätigkeit, die ohne bewussten Zweck zum Vergnügen, zur Entspannung, aus Freude an ihr selbst und an ihrem Resultat ausgeübt wird. Es ist eine Beschäftigung, die oft in Gemeinschaft mit anderen vorgenommen wird – lautet eine gängige Beschreibung.

In Zusammenhang mit der Ausstellung The Playground Project – Indoor (ab dem 13. Juli) entwickelte die Bundeskunsthalle im Außenbereich (Outdoor) für das Dach und den Vorplatz eine Ausstellung zum Thema Spiel. 14 zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler wurden eingeladen, Spielangebote und interaktive Installationen zu realisieren. Besucherinnen und Besucher können Kunst ‚spielend‘, partizipativ und performativ erleben. Die Kunstwerke / Spiele der Ausstellung folgen unterschiedlichsten Anliegen: Mal scheinen sie reine Spielstätten zu sein, wie die Tischtennisplatten von Rirkrit Tiravanija, auch wenn sie ein gesellschaftliches Anliegen andeuten, oder die Tischkicker von Ina Weber; mal handelt es sich um teilweise transformative Kunstwerke, deren Erscheinungsbild sich permanent verändert, etwa bei Ólafur Elíassons Angebot eines Bauens mit Legosteinen. Oder sie erzählen, wie bei Andreas Schmitten, von einer scheinbaren Begebenheit in der Vergangenheit, deren Geheimnis und morbides Narrativ der Besucher entschlüsseln kann, sie implizieren Geschichte(n), Mythen, wie bei Nevin Aladağ, oder sie schaffen – wie bei Alvaro Urbano – eine Vision von Landschaft, die zum Innehalten einlädt. Andere Werke, wie das von Kristina Buch, deuten nur Spielsituationen an – was letztendlich auch die Gartenzwerge von Thomas Schütte tun – und animieren den Besucher, das Spiel selbst zu gestalten und vielleicht (fiktive) Regeln zu entwickeln. Beiträge, wie die Basketballarbeit von Llobet & Pons, basieren auf einer sehr konkreten politischen und damit gesellschaftlich relevanten Untersuchung. Carsten Höller, das Künstlerkollektiv Superflex und Michel Majerus bieten Spielgeräte und -möglichkeiten an – Schaukeln, eine riesige Rutsche und eine überdimensionale Skaterrampe, die mental und körperlich herausfordern, aber auch einfach nur Glücksmomente hervorrufen. Wie auch die Arbeiten von Jeppe Hein – ein großer Wasserpavillon auf dem Vorplatz, Ballons im Foyer, formal ungewöhnliche Sitzbänke auf dem Dach – oder die Karaoke-Bar von Christian Jankowski, in der jeder, als vermeintlicher Superstar, mitsingen kann.

Alle Werke verbindet jedoch das grundsätzliche Anliegen der Künstlerinnen und Künstler, durch das Spiel individuelle und soziale Kompetenzen zu entwickeln und zu festigen – und auch einfach nur Spaß zu haben.

19.2018

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