Punkthochhäuser an der Spree in Berlin


Öffentliche Uferkante


Text: Geipel, Kaye, Berlin


    Auf der Südseite der Türme entsteht ein abgestufter kleiner Park, der schräg nach Süden ansteigt und in dessen teilweise abgesenktem Sockel ein Nahversorger untergebracht ist.
    Visualisierungen: gmsvision

    Auf der Südseite der Türme entsteht ein abgestufter kleiner Park, der schräg nach Süden ansteigt und in dessen teilweise abgesenktem Sockel ein Nahversorger untergebracht ist.

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    Die Fassaden der einzelnen Geschossebenen und die dazugehörigen Balkonkränze ...
    Visualisierungen: gmsvision

    Die Fassaden der einzelnen Geschossebenen und die dazugehörigen Balkonkränze ...

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    ... zeigen jeweils unterschiedlich gestaffelte Vor- und Rücksprünge.
    Visualisierungen: gmsvision

    ... zeigen jeweils unterschiedlich gestaffelte Vor- und Rücksprünge.

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Dass am Südufer des Berliner Osthafens auch Wohnhochhäuser entstehen, ist seit langem geplant. Der Bebauungsplan geht auf einen städtebaulichen Wettbewerb zurück, den die Arbeitsgemeinschaft Spangenberg, Fehse Steinkilberg 1993 gewonnen hatte. Der Wettbewerb sah die Neuordnung des längst aufgegebenen Industriestandorts, auf dem vor und nach dem zweiten Weltkrieg elektrische Geräte produziert worden wa­-ren. Ein neues innerstädtisches Quartier mit Dienstleistungen, Büros und Wohnungen soll hier entstehen.
Doch erst 2011 nahm die Idee der Wohnnutzung konkrete Gestalt an. Der jetzige Bauherr kaufte das Gelände und richtete einen eingeschränkten Wettbewerb aus. Gewinner war der Architekt Justus Pysall. Er transformierte den ursprünglich vorgesehenen, durchgehenden Sockel längs des Ufers, auf dem jeweils zwei Hochpunkte platziert waren, zugunsten von zwei freistehenden Punkthochhäusern, die durch ein niedrigeres und breiteres Hotel ergänzt werden. Der Grundstückszuschnitt, der sich nach hinten erweitert, hat es darüber hinaus ermöglicht, auf der Rückseite einen kleinen Park mit einigen Dienstleistungen in einem teils ebenerdigen, teils etwas ansteigenden begehbaren Dach unterzubringen.
Die beiden Wohntürme haben oszillierende Vor- und Rücksprünge in der Fassade, die von Geschoss zu Geschoss wechseln. Die markante Gestalt unterscheidet die Neubauten deutlich von den benachbarten Bürotürmen im Osten und im Westen. Jede der 208 Wohnungen ist nach zwei Himmelsrichtungen ausgerichtet und hat Blickbezug zur Spree. Geschosshohe Fenster und die umlaufenden Balkons verstärken diese Bezüge. Ein zusätz­licher Vorteil der auskragenden Balkonstruktur ist die jeweilige Verschattung und die Vorteile beim Brandschutz. Der B-Plan ist im Juni von der Bezirksverord­netenversammlung bestätigt worden, Baubeginn ist im Frühjahr 2018.



Fakten
Architekten Pysall Architekten, Berlin
Adresse Fanny-Zobel-Straße 20 Berlin


aus Bauwelt 19.2017
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