Liebling der Immobilienbranche

Jan Friedrich ist in Cannes erneut Zeuge einer bemerkenswerten Preisverleihung geworden

Text: Friedrich, Jan, Berlin

Jan Friedrich ist in Cannes erneut Zeuge einer bemerkenswerten Preisverleihung geworden

Jan Friedrich ist in Cannes erneut Zeuge einer bemerkenswerten Preisverleihung geworden


Liebling der Immobilienbranche

Jan Friedrich ist in Cannes erneut Zeuge einer bemerkenswerten Preisverleihung geworden

Text: Friedrich, Jan, Berlin

Vielleicht erinnern Sie sich. Im letzten Jahr konnten wir, einigermaßen überrascht, folgendes berichten: Ein Baugruppen-Projekt des Berliner Büros zanderrotharchitekten war auf der Mipim in Cannes, dem größten Treffen der internationalen Immobilienszene, als „Best Re­sidential Development“ ausgezeichnet worden (Bauwelt 18.2017). Man muss sich das noch einmal auf der Zunge zergehen lassen: Die Mipim ist eine Messe, bei der weltweit agierende De­veloper, Investoren auf der Suche nach rendite­trächtigen Anlagen, Banken, Maklerfirmen, Anwaltskanzleien sowie Vertreter von Städten und Regionen die großen Immobiliendeals einfädeln – die ganz großen. Und dann wird das Häuser­ensemble einer Gruppe von hundert Privatleuten, die sich zusammengetan haben, um selbstgenutztes Wohneigentum zu bauen, durch eine vom Messeveranstalter berufene Jury und die Besucher dieser Messe zum Vorzeigewohnprojekt der Immobilienbranche gewählt!?
Umso gespannter wartete man in diesem Jahr, am Abend des 15. März, im großen Auditorium des Palais des Festivals an der Uferpromenade in Cannes auf die Bekanntgabe der Mipim-Awards-Preisträger 2018. Würde Ähnliches wie 2017 geschehen? Immerhin war erneut ein Baugruppenprojekt von zanderrotharchitekten nominiert. Nun, in diesem Jahr ereignete sich das Wunder von Cannes in einer anderen Immobilien-Anlageklasse. Ausgezeichnet als „Best Hotel & Tourism Resort“ wurde nicht etwa das OFF Paris Seine, das erste schwimmende 4-Sterne-Hotel in Europa, und auch nicht das Urlaubs-Resort Six Senses Zil Pasyon auf der nur drei Quadrat­kilometer großen Seychellen-Insel Félicité, sondern: das Katholisch-Soziale Institut des Erzbistums Köln, eine geistliche Tagungsstätte, die das Kölner Büro Meyer Schmitz-Morkramer der ehemaligen Benediktinerabtei auf dem Michaelsberg bei Siegburg ein- und angefügt hat. Zusätzlich erhielt das Projekt die Würdigung „Großer Preis der Jury“. Das Erzbistum Köln als Vorzeigedeveloper und -bauherr der internationalen Immobilienszene? So fremd, wie es auf den ersten Blick scheinen mag, sind die beiden sich nicht: Die katholische Kirche ist einer der größten Grundeigentümer der Welt.

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25.2018

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