Bauwelt

In Bildern denken

Zeichnungen von Aldo Rossi in der Tchoban Foundation

Text: Hamm, Oliver G., Berlin

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    1987: Sonnenaufgang an der Giudecca mit dem Mondo-Theater 81. Venezianischer Rahmen (Aquarell und Pastellstift auf Offsetdruck; 42 x 29,5 cm)
    Abb.: © Eredi Aldo Rossi, courtesy Fondazione Aldo Rossi; Privatsammlung

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    1987: Sonnenaufgang an der Giudecca mit dem Mondo-Theater 81. Venezianischer Rahmen (Aquarell und Pastellstift auf Offsetdruck; 42 x 29,5 cm)

    Abb.: © Eredi Aldo Rossi, courtesy Fondazione Aldo Rossi; Privatsammlung

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    1987: Die persönlichen Zeiten und die einer Stadt (Aquarell, Filzstift und Tempera auf Offsetdruck; 42 x 29,5 cm)
    Abb.: © Eredi Aldo Rossi, courtesy Fondazione Aldo Rossi; Privatsammlung

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    1987: Die persönlichen Zeiten und die einer Stadt (Aquarell, Filzstift und Tempera auf Offsetdruck; 42 x 29,5 cm)

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    1987: Vertikale Stadt auch wie N. Y. mit meinem Projekt an der Wall Street von 1980 und die Kirche San Gaudenzio in Novara von Alessandro Antonelli (Aquarell und Filzstift auf Offsetdruck; 42 x 29,5 cm)
    Abb.: © Eredi Aldo Rossi, courtesy Fondazione Aldo Rossi; Privatsammlung

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    1987: Vertikale Stadt auch wie N. Y. mit meinem Projekt an der Wall Street von 1980 und die Kirche San Gaudenzio in Novara von Alessandro Antonelli (Aquarell und Filzstift auf Offsetdruck; 42 x 29,5 cm)

    Abb.: © Eredi Aldo Rossi, courtesy Fondazione Aldo Rossi; Privatsammlung

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    1987: Das Fenster des Dichters in N. Y. mit der Hand des Heiligen, er selbst und andere Situationen (Aquarell, Stift und Filzstift auf Offsetdruck; 42 x 29,5 cm)
    Abb.: © Eredi Aldo Rossi, courtesy Fondazione Aldo Rossi; Privatsammlung

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    1987: Das Fenster des Dichters in N. Y. mit der Hand des Heiligen, er selbst und andere Situationen (Aquarell, Stift und Filzstift auf Offsetdruck; 42 x 29,5 cm)

    Abb.: © Eredi Aldo Rossi, courtesy Fondazione Aldo Rossi; Privatsammlung

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    1987: Die große Baustelle von Fukuoka (Aquarell und Tinte auf Offsetdruck; 42 x 29,5 cm)
    Abb.: © Eredi Aldo Rossi, courtesy Fondazione Aldo Rossi; Privatsammlung

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    1987: Die große Baustelle von Fukuoka (Aquarell und Tinte auf Offsetdruck; 42 x 29,5 cm)

    Abb.: © Eredi Aldo Rossi, courtesy Fondazione Aldo Rossi; Privatsammlung

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    undatiert: Ohne Titel (Aquarell und Tinte auf Papier; 36,6 x 50,5 cm)
    Abb.: © Eredi Aldo Rossi, courtesy Fondazione Aldo Rossi; Privatsammlung

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    undatiert: Ohne Titel (Aquarell und Tinte auf Papier; 36,6 x 50,5 cm)

    Abb.: © Eredi Aldo Rossi, courtesy Fondazione Aldo Rossi; Privatsammlung

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    1993: Studie für den Block in der Schützenstraße/Berlin (Aquarell und Tinte auf Papier; 49,6 x 70,5 cm)
    Abb.: © Eredi Aldo Rossi, courtesy Fondazione Aldo Rossi; Privatsammlung

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    1993: Studie für den Block in der Schützenstraße/Berlin (Aquarell und Tinte auf Papier; 49,6 x 70,5 cm)

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    1995: Studie für die Leipziger Str. in Berlin (Aquarell, Tinte und Filzstift auf Papier; 62 x 124,2 cm)
    Abb.: © Eredi Aldo Rossi, courtesy Fondazione Aldo Rossi; Privatsammlung

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    1995: Studie für die Leipziger Str. in Berlin (Aquarell, Tinte und Filzstift auf Papier; 62 x 124,2 cm)

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    Die Ausstellung Aldo Rossi: Insulae ist bis zum 14. Mai im Museum für Architekturzeichnung in Berlin zu sehen.
    Screenshot: Tchoban Foundation. Museum für Architekturzeichnung

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    Die Ausstellung Aldo Rossi: Insulae ist bis zum 14. Mai im Museum für Architekturzeichnung in Berlin zu sehen.

    Screenshot: Tchoban Foundation. Museum für Architekturzeichnung

In Bildern denken

Zeichnungen von Aldo Rossi in der Tchoban Foundation

Text: Hamm, Oliver G., Berlin

Eine „Autobiografie in Bildern“ widmet die Tchoban Foundation dem italienischen Architekten und Pritzker-Preisträger Aldo Rossi (1931–1997). In Zusammenarbeit mit der Fondazione Aldo Rossi in Mailand präsentiert das Museum für Architekturzeichnung über 110 graphische Werke Rossis, von denen ein großer Teil erstmals öffentlich gezeigt wird. Die Ausstellung ist dreigeteilt (Corpus Mediolanensis, Insula und Werke für Berlin) und umfasst den Zeitraum von den sechziger bis zu den späten achtziger Jahren.
Aldo Rossis zeichnerisches und architektonisches Werk bedingten einander – jedoch nicht nur wie bei vielen anderen Baumeistern in der klassischen Abfolge Entwurfsskizze, technische Zeichnung und Bauwerk. Denn Rossi, der sich wie kaum ein anderer an antiken Vorbildern und deren Neuinterpretation in den Werken barocker Künstler orientierte, verwob auf dem Papier seine meist auf elementaren geometrischen Formen basierenden Entwürfe aus eigener Hand oft mit historischen, teils (wie bei Piranesi) nur zeichnerisch überkommenen Vorbildern zu meist sehr farbenfrohen Kompositionen im Sinne von Idealstädten. Auf diese Weise – und auch dank der Überarbeitung früherer Entwurfszeichnungen – vermochte er sein eigenes bauliches Werk nach eigenem Gusto und bewusst konträr zur Wirklichkeit zu kontextualisieren, wobei gelegentlich auch ein eigener Espressokannenentwurf (für Alessi) oder auch ein Tiergerippe als architektonische Form in so manche Architekturkompo­sition integriert sind.
Im ersten Ausstellungsraum (Corpus Mediolanensis) sind – neben einigen Studien zur Wohnsiedlung Gallaratese in Mailand (1960er bis 1980er Jahre), vier Zeichnungen vom Friedhof San Cataldo in Modena (1987) und fünf Darstellungen der „großen Baustelle von Fukuoka“ (ein Hotel, 1987) – auch eine Gruppe ungewöhnlicher Turmbilder und mit „Marburg mit dem Mainzer Dom“ (1987) ein Idealstadtraum in Rot, Braun und Blau zu sehen. Die wenigen Innenräume – wie etwa „Der Innenhof von Broni, blau mit Fenster und Figuren“ (1987) wirken wie Bühnenbilder, so wie auch das an De Chirico erinnernde Blatt „Die Stadt von Kopernikus“ (1973).
Im zweiten Raum folgen zunächst „ideale Vorbilder“ als kleine Werkgruppen: sechs Studien für eine Insula (antikes römisches Wohnhaus, 1977), acht überwiegend unbetitelte Kompositionen, die auf Piranesis Darstellungen der Cestius-Pyramide Bezug nehmen (gleich dreimal sind die Zwillingstürme des World Trade Center im Hintergrund zu sehen, 1979) und ebenfalls acht – in ihrer Schlichtheit anrührende und in ihrer Farbigkeit zurückhaltende – Reflexionen über das „italienische Denkmal“, Claude Lorrain gewidmet (1983). Den Abschluss bilden Rossis Arbeiten für Berlin, wobei die Studien für das nicht realisierte Deutsche Historische Museum im Spreebogen (1987–89) und der Block in der Schützenstraße (1992–94) im Mittelpunkt stehen. Hier erweist sich der Architekt und gelehrte Architekturtheoretiker einmal mehr auch als Meister der bildnerischen Komposition und diverser zeichnerischer Mischtechniken aus Aquarell, Pastell, Feder, Bleistift, Farbstift und Filzstift. Wie er oft auf engstem Raum Fragmente und Architekturen zu stimmungsvollen Bildräumen zu verdichten wusste, ist einzigartig.

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