Ich bin frei, weil ich ein Kind bin, das Entdeckungen macht

Der 90-jährige Balkrishna Doshi erhielt als erster indischer Architekt den diesjährigen Pritzker Preis.

Text: Flagner, Beatrix, Berlin

    Balkrishna Doshi vor seinem Studio Sangath in Ahmedabad.
    Foto: VSF

    Balkrishna Doshi vor seinem Studio Sangath in Ahmedabad.

    Foto: VSF

    Das Center for Environmental Planning and Technology, gebaut 1962.
    Foto: VSF

    Das Center for Environmental Planning and Technology, gebaut 1962.

    Foto: VSF

Ich bin frei, weil ich ein Kind bin, das Entdeckungen macht

Der 90-jährige Balkrishna Doshi erhielt als erster indischer Architekt den diesjährigen Pritzker Preis.

Text: Flagner, Beatrix, Berlin

Le Corbusier war sein Guru. Sie lernten sich seinerzeit auf dem CIAM-Kongress kennen und arbeiteten daraufhin sieben Jahre zusammen – erst in Paris, später in Chandigarh und Ahmedabad. Das Indian Institute of Management in Bengaluru baute er gemeinsam mit Louis Kahn: Balkrishna Doshi ist einer der bedeutendsten Vertreter der indischen Moderne (zu diesem Thema Bauwelt 25.17) und erhielt nun den mit 100.000 Dollar dotierten Preis der Hyatt Foundation. „Mehr noch als Architektur zu machen, entdecke und lerne ich ständig mehr über das Leben und das Verhalten von Menschen und Orten.“ Seine Entdeckungen über den Geist der indischen Lebensweise und den Charakter der indischen Kultur verarbeitete er in über hundert Bauwerken. Die Jury lobte Doshis Fähigkeit Funktion mit Klima, Technik und lokalem Handwerk zu vereinen: „Seine Architektur berücksichtigt die soziale, ökologische und ökonomische Dimension, und ist deshalb voll und ganz auf Nachhaltigkeit ausgerichtet.“

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