Bauwelt

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Architektur der Moderne

Text: Hotze, Benedikt, Berlin

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Architektur der Moderne

Text: Hotze, Benedikt, Berlin

Selbstversuch: Der Rezensent hat in den 1980er Jahren in Braunschweig Architektur studiert. Von den 30 hier aufgeführten Braunschweiger Bauten kennt er 15 aus eigener Anschauung, die anderen nicht. Das lässt zwei Schlüsse zu: Entweder war der Rezensent damals ignorant, oder die ihm nicht bekannten Bauten sind nicht so wichtig. Die Wahrheit liegt wohl in der Mitte.
Ein regionaler Führer zur Architektur der Spätmoderne ist immer eine verdienstvolle Sache. Auch stimmt hier das Bildkonzept: Die Bauten wurden durchgängig neu und perspektivisch korrigiert (also ohne stürzende Linien) fotografiert. Und die knappen Texte von ausgewiesenen Fachleuten sind kenntnisreich und fallweise durchaus meinungsstark.
Bleibt das leidige Problem der Auswahl: Es sind erstaunlich viele Kirchen und Gemeindezentren dabei, die – wie in dieser Epoche üblich – zwischen wuchtigem Beton-Brutalismus und Sakral-Kitsch in Klinker und Kupfer changieren. Anderes wie die Pianoforte-Fabrik Grotrian-Steinweg hätte man weglassen können, auch wenn sie vom Industriebau-Papst Walter Henn stammt. Die älteren Grotrian-Fabriketagen am Bültenweg – die außer-halb des Zeitfensters dieses Buches liegen – wären da sicher die ansprechendere Architektur; sie werden seit Jahrzehnten universitär und studentisch genutzt. Womit sich der Kreis zum Braunschweiger Studium wieder schließt.
Fakten
Autor / Herausgeber Hg. vom Braunschweigische Landschaft e.V.
Verlag Braun Publishing
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