Mies van der Rohe und die Neue Nationalgalerie

Mies van der Rohe (1886-1969) zählt zu den bedeutendsten Protagonisten der Moderne. 1905 verlässt er seine Geburtsstadt Aachen und siedelt nach Berlin um, wo er eine Stelle im Hochbauamt Rixdorf antritt. Wenig später arbeitet er im Atelier von Bruno Paul, bevor er 1907 sein Erstlingswerk baut: das Landhaus Riehl in Neu-Babelsberg. Danach sammelt er als Mitarbeiter von Peter Behrens Erfahrungen bei internationalen Großprojekten und macht sich 1912 selbständig. Mit seinem avantgardistischen Projekt für ein Glashochhaus an der Friedrichstraße betritt er 1922 die Bauwelt. Unter seiner Leitung entsteht 1927 in Stuttgart die Weißenhof-Siedlung des Deutschen Werkbundes. Der Barcelona Pavillon (1929) und die Villa Tugendhat in Brünn (1930) stehen exemplarisch für Mies van der Rohes Auffassung von moderner Architektur, die streng geordnet, zugleich aber offen und flexibel ist. Nach der Schließung des Bauhauses, dessen Direktor er von 1930-33 ist, emigriert Mies 1938 in die USA, wo er vor allem Geschäfts- und Apartmenthäuser als Stahlskelettkonstruktion mit Curtain-Walls errichtet. Anlässlich seines 75. Geburtstags 1961 fordert die Bauwelt mit einer Petition dazu auf, Mies van der Rohe wieder nach Berlin zu holen. Sieben Jahre später wird die Neue Nationalgalerie eröffnet.

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