Bauwelt

Weltenschrott

Tom Sachs Repair-Werkstatt

Text: Geipel, Kaye, Berlin

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    Auch ein Service für handymüde Besucher wird an­geboten. Die geschrotteten Telephone werden zermahlen, die „seltenen Erden“ werden recycelt und das bisschen Gold wird zu einem Schrein verarbeitet.
    Foto: Henning Rogge/Deichtorhallen

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    Auch ein Service für handymüde Besucher wird an­geboten. Die geschrotteten Telephone werden zermahlen, die „seltenen Erden“ werden recycelt und das bisschen Gold wird zu einem Schrein verarbeitet.

    Foto: Henning Rogge/Deichtorhallen

Weltenschrott

Tom Sachs Repair-Werkstatt

Text: Geipel, Kaye, Berlin

Weltraumflüge stehen für maßlosen Ressourcenverbrauch. Sie sind ein perfektes Gegenbild zur Kreislaufwirtschaft, auch wenn die kleine Kapsel mit den Astronauten wohlbehalten zur Erde zurückkehrt. Tom Sachs, der seine ersten Jahre als Künstler als freischaffender Reparateur von Aufzügen finanziert hat, betrachtet die Raumfahrt aus der Sicht eines kritischen Bildhauers. Welche Ideen stehen hinter der Eroberung des Alls? Fragen, die längst aus dem Blick gewichen sind. Als Antwort baut Sachs die Artefakte der Welteneroberung nach, häufig aus gebrauchten Materialien. Seine Objekte, die aus der Ferne den zum Fetisch gewordenen Originalen täuschend ähnlich sind, zerfallen beim Betrachten in die handgearbeiteten Bestandteile einer erfinderischen Bricolage. Die aktuelle Ausstellung, eine Reise zum Asteroiden 4-Vesta, auf der den Besuchern am Eingang angeboten wird, gleich mal ihr Handy zu schrotten, ist bis Anfang April in den Hamburger Deichtorhallen zu sehen.
Fakten
Architekten Sachs, Tom, New York
aus Bauwelt 6.2022
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