A la Plage

Der Strand von Deauville in der Normandie als fantas­tisches architektonisches Labor in Zeiten der Pandemie. Es entstanden sieben Arbeiten von Studenten der Ar­chitekturschule Paris-Val de Seine, betreut von Richard Scoffier.

Text: Redecke, Sebastian, Berlin

    Für die Erstsemester einer Pariser Architekturschule, die pandemiebedingt nur am Bildschirm saßen, war diese spontane Arbeit am Strand der befreiende Abschluss des Semesters.
    Foto: Michel Denancé

    Für die Erstsemester einer Pariser Architekturschule, die pandemiebedingt nur am Bildschirm saßen, war diese spontane Arbeit am Strand der befreiende Abschluss des Semesters.

    Foto: Michel Denancé

    Eine versunkene Pyramide formten Alice Billon, Théo Gastebois und Éléonore Lévy. Den Kreis gestalteten Pauline Briffault und Béatrice Ehrhard, drei Pyramiden Tom de Hoon und Paul Munteanu, ...
    Foto: Michel Denancé

    Eine versunkene Pyramide formten Alice Billon, Théo Gastebois und Éléonore Lévy. Den Kreis gestalteten Pauline Briffault und Béatrice Ehrhard, drei Pyramiden Tom de Hoon und Paul Munteanu, ...

    Foto: Michel Denancé

    ... den Sandteppich Adeline Catana Antunes und Lisa da Rocha
    Foto: Michel Denancé

    ... den Sandteppich Adeline Catana Antunes und Lisa da Rocha

    Foto: Michel Denancé

    ... die ineinander verschlungenen Kurven Apol­line Guilleman und Lilas Lougarot
    Foto: Michel Denancé

    ... die ineinander verschlungenen Kurven Apol­line Guilleman und Lilas Lougarot

    Foto: Michel Denancé

    ... den Wald der Kuppeln Melissa Grama und Jeanne Montois und ein großes Maul Matthaios Petropoulos und Jérémy Sarrazin. Foto: Michel Denancé

    ... den Wald der Kuppeln Melissa Grama und Jeanne Montois und ein großes Maul Matthaios Petropoulos und Jérémy Sarrazin.

    Foto: Michel Denancé

A la Plage

Der Strand von Deauville in der Normandie als fantas­tisches architektonisches Labor in Zeiten der Pandemie. Es entstanden sieben Arbeiten von Studenten der Ar­chitekturschule Paris-Val de Seine, betreut von Richard Scoffier.

Text: Redecke, Sebastian, Berlin

Der Strand von Deauville in der Normandie, vom Wind geformt und mit ziemlich viel Seetang. Auf diesem Terrain führten Mitte Juni fünfzehn Erstsemester unter der Leitung von Richard Scoffier ihre Semester-Abschlussprojekte aus, die nur aus Sand bestanden, bevor sie von den steigenden Wassermassen der Flut verschluckt wurden. Die Gruppe aus Paris wurde von Tina Bloch und Dominique Châtelet in ihrer Villa aus dem 19. Jahrhundert mit Blick auf den Strand untergebracht. Das Ehepaar beherbergt regelmäßig Architekten, die Installationen an der Grenze zwischen Kunst und Architektur entwerfen. Paul Andreu, Marc Barani und Roger Taillibert waren mit ihren Studenten bereits hier. Zwei Fotobücher mit den Arbeiten sind erschienen: Archisable 1 (Xavier Barral) und Archisable 2 (Bec en l’air).

Im Juni hatte das Arbeiten an der frischen Luft für die Studierenden eine weit größere Bedeutung, denn sie saßen als Erstsemester pandemiebedingt das ganze Jahr über abgeschottet vor ihren Computern, ihrer einzigen Verbindung zur Architekturschule, die es ihnen erlaubte, mehr schlecht als recht Vorlesungen und Entwurfskorrekturen zu verfolgen. Die Aufgabe war, sich mit schnell skizzierten Ideen spontan auf den Weg zum Strand zu machen, ausgestattet mit Spaten, Eimern und Harken. Einige begannen Volumina zu bauen – Kegelstämme, Prismen, Pyramiden oder rund gewölbte Formen –, während andere eine weiträumigere, territoriale Herangehensweise bevorzugten und den Boden mit Kreisen, verschlungenen Linien oder orthogonalen Mustern aufritzten. Es war ein fast schon gewalt­samer Übergang vom Virtuellen zum Realen, wo die Studierenden, nachdem sie bisher nur einige Regeln des Zeichnens und der Raumkomposi­tion kannten, in wenigen Stunden Material und Form ganz unmittelbar begreifen konnten.
Fakten
Architekten Richard Scoffier, Paris
Adresse 9368+2C Deauville, Frankreich


aus Bauwelt 15.2021
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